Meret Lüthi

Künstlerische Leiterin · Dramaturgin · KonzertmeisterinMeret Lüthi

Punktet nicht nur mit: Gepunktetem Outfit

Die Geigerin, Dirigentin und Musikvermittlerin Meret Lüthi vermag Musiker:innen und Publikum in ihren Bann zu ziehen. Seit 2008 prägt sie Les Passions de l’Âme mit ihrer unverwechselbaren Handschrift als Konzertmeisterin, Künstlerische Leiterin und Dramaturgin. Das international besetzte Orchester für Alte Musik widmet sich dem orchestralen und kammermusikalischen Repertoire von Monteverdi bis Mendelssohn. Der aktuelle Fokus gilt der Gesamtaufführung und Videoproduktion der 9 Symphonien Beethovens. Nebst der eigenen Konzertreihe in Bern gastierte Les Passions de l’Âme beim Lucerne Festival, den Tagen Alter Musik Regensburg, den Schwetzinger Festspielen, beim Bachfest Leipzig, den Händel-Festspielen Halle, beim Musikfest Stuttgart oder mit Monteverdis «Marienvesper» am Luzerner Theater. Meret Lüthi konzertiert mit Künstler:innen wie Dorothee Oberlinger, Simone Kermes, Kristian Bezuidenhout, Nuria Rial und Hana Blažíková.

2017 wurde Meret Lüthi mit dem Musikpreis des Kantons Bern und 2020 mit dem Kulturpreis der Bürgi-Willert-Stiftung geehrt. Ihr künstlerisches Schaffen ist bei Sony Switzerland, cpo, Prospero und Ramée dokumentiert und wurde 2013 und 2017 mit dem Diapason d’or, 2020 mit dem OPUS KLASSIK und dem Premio Abbiati sowie 2023 mit dem CHOC de l'Année von Classica ausgezeichnet. 2024 wurde ihr von der Stiftung Schweizer Geigenbauschule Brienz der Goldene Bogen verliehen.

Meret Lüthi erhielt ihre Ausbildung bei den Geigerinnen Karen Turpie, Monika Urbaniak-Lisik und Eva Zurbrügg und erlangte Lehr- und Konzertdiplom mit Auszeichnung. Das Studium des Streichquartetts führte sie nach Basel zu Walter Levin, in Trossingen studierte sie bei Anton Steck Barockvioline. Dirigierunterricht erhielt sie bei Titus Engel und Dominique Roggen.

Als gefragte Spezialistin für Alte Musik ist Meret Lüthi regelmässig bei Radio SRF 2 Kultur, Espace 2, SWR 2 und beim BR zu Gast. Als Pädagogin unterrichtet sie bei Meisterkursen, coacht Orchester und lehrt an der Hochschule der Künste Bern sowie als Gastdozentin an den Musikakademien in Sion und Riga die Fächer Barockvioline, Kammermusik und Historisch Informierte Aufführungspraxis.

Mit Mozarts «Zauberflöte» am Theater Orchester Biel Solothurn erfolgte 2025 ihr Debut als Operndirigentin.

Was die Presse schreibt:

Zuger Zeitung (Jürg Röthlisberger) 21.11.2025

«Das Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS!) gastierte im Casino Zug mit der weltbekannten Oper «Die Zauberflöte» von Wolfgang Amadeus Mozart. Vor gut besetzten Publikumsrängen gelang unter der Leitung von Meret Lüthi eine werkgerechte und stimmungsvolle musikalische Leistung. […] Die Unsterblichkeit der Oper lebt von der Musik; dies wurde auch durch die Aufführung in Zug bestätigt. Es begann an der Basis: Trotz minimaler Angewöhnungszeit an die Voraussetzungen für den Gastauftritt gelang ein stets präzises Zusammenspiel zwischen Bühne und Orchestergraben. Die perfekte Adaption an die akustischen Gegebenheiten brachte ein angemessenes klangliches Gleichgewicht zwischen den Solisten und der Instrumentalbegleitung.»

Solothurner Zeitung (Silvia Rietz) 30.09.2025

«Am ersten Pult steht Meret Lüthi, die sich als Geigerin und Leiterin des Barockensembles «Les Passions de l’Âme» auf Alte Musik spezialisierte. Bei TOBS! dirigiert sie nun ihre erste Oper. Detailorientiert, mit den Sängern atmend, gönnt sich Meret Lüthi mit dem prächtig aufspielenden Sinfonieorchester Biel Solothurn beseelte Momente, Transparenz in den Stimmverläufen und viel Noblesse in den melodischen Linien. Mozart zum genüsslichen Durchatmen und eine junge Dirigentin, die sich als Maestra profiliert.»

Bieler Tagblatt (Annelise Alder) 13.09.2025

«Meret Lüthi am Pult des Bieler Sinfonieorchesters schärft die Wirkung dieser ritualhaften Eröffnung, die gerne mit Mozarts Verbundenheit mit dem Freimaurertum gedeutet wird. Sie lässt das Orchester zugespitzt aufspielen und arbeitet jede musikalische Phrase plastisch und bis ins Detail heraus. Die Berner Dirigentin ist eine Spezialistin für Historisch Informierte Musizierpraxis. Ihre langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet bekommt dem Werk überaus gut. Aus dem Orchestergraben tönt es nicht nur würdevoll, sondern überaus frisch und vielfarbig. Die Bläser leuchten in all ihren unterschiedlichen Farben. Die trockenen Schläge der Pauke fahren ein. Meret Lüthi macht klar: Das Orchester hat keine Begleitfunktion. Es ist dank seiner steten, aber nuancierten Präsenz eigentlicher Träger einer gelungenen Opernproduktion, weil sie Überkommenes hinterfragt, den Zauber des Werks aber belässt.»

Die Stimme der Kritik für Bümpliz und die Welt (Michel Schaer) 12.09.2025

«Die Ouvertüre, zügig geleitet von Meret Lüthi, bietet durch den sensiblen Duktus der Mittel- und Solostimmen reinen Hörgenuss.»

Bachtrack (Jens Klier) 19.09.2020 

«...Lüthi [trat] bei der «Schutzengel»-Passacaglia aus den Rosenkranzsonaten in den kulminierend solistischen Höhepunkt. Mit ihren geschlossenen Augen und der ihrer Ensemblekollegen nahm sie uns alle mit ins Gebet, das in seiner meisterhaften Empfindung inneren Impulses, erschütternder Emotionalität und prächtiger Wunderkraft die Sinne vernebelte...»

Toccata (Wolfgang Reihing) Juli/August 2020

«Pulsierendes Zentrum dieser Aufnahme ist wieder einmal die Ensemble-Leiterin und Barockgeigerin Meret Lüthi, die hier mit kernigem Ton und sprühendem Temperament mühelos virtuose (weltliche) und spirituelle (geistliche) Aspekte dieser Musik miteinander verbindet.»

WDR3 (Jan Ritterstaedt) 21.07.2020

«Eindrucksvoll und mit grosser technischer Präzision lässt Solistin Meret Lüthi auf ihrer historischen Violine die Pfeile schwirren.»

BR Klassik (Thorsten Preuß) 15.09.2019

«Und sie [Meret Lüthi] ist die wahrscheinlich aufregendste Barockgeigerin der Gegenwart […] Wenn Meret Lüthi auf Heinrich Ignaz Franz Biber trifft dann sprühen die Funken.»

SWR2 Zur Person: Meret Lüthi, 29.09.2019
«Meret Lüthi ist ein Kreativitätsjunkie, immer um den persönlichen Ausdruck ihrer Wahrheit ringend. Die Frontfrau des 2007 von ihr mitgegründeten Berner Barockensembles Les Passions de l'Âme zieht mit ihrem energetischen und frischen Schwung das Publikum in den Bann.»

Stuttgarter Nachrichten (Susanne Benda) 06.09.2018

«...Delikatessen aus der Feinkostabteilung der historisch informierten Aufführungspraxis: mit einer brillanten, ungemein klangsensibel und dazu eminent flinkfingrig spielenden Konzertmeisterin Meret Lüthi...»

kulturtipp (Christian Berzins) 20.08. 2014

«Die Geigerin Meret Lüthi ist der Kopf des famosen Berner Barockorchesters Les Passions de l’Ame, das für Furore sorgt. Sie erobert von Bern aus die weite Barockwelt...»